Nachdem du die Bethemesh-Werkzeuge kennengelernt und mit dem Workspace experimentiert hast, wirst du schnell feststellen, dass sich viele Abläufe wiederholen. Du bereinigst eine CSV-Datei, benennst Spalten um, sortierst die Daten, exportierst das Ergebnis – und einige Tage später führst du genau dieselbe Abfolge erneut aus.
Pipelines wurden entwickelt, um diese Wiederholungen zu vermeiden.
Statt denselben Workflow jedes Mal neu aufzubauen, speicherst du ihn einmal und verwendest ihn bei Bedarf erneut.
Was ist eine Pipeline?
Eine Pipeline ist eine wiederverwendbare Beschreibung deines Workflows.
Sie enthält normalerweise nicht deine Dateien. Stattdessen speichert sie alles, was nötig ist, um dieselbe Verarbeitung zu reproduzieren:
- die verwendeten Module;
- ihre Ausführungsreihenfolge;
- ihre Einstellungen;
- die Verbindungen zwischen den einzelnen Schritten.
Du kannst dir eine Pipeline wie ein Kochrezept vorstellen. Das Rezept beschreibt die Zubereitung, enthält aber nicht die Zutaten selbst.
So kannst du deine Workflows aufbewahren, ohne die dafür verwendeten Daten unnötig zu speichern.
Bevor du deine erste Pipeline erstellst
Bevor du eine Pipeline speicherst, solltest du zunächst einen vollständigen Workflow im Workspace erstellen und prüfen.
Beginne mit einer echten Aufgabe.
Zum Beispiel:
- doppelte Zeilen aus einer CSV-Datei entfernen;
- mehrere Spalten umbenennen;
- Datensätze sortieren;
- einen bereinigten Datensatz exportieren.
Wenn alles wie erwartet funktioniert, kannst du den Workflow für die spätere Nutzung speichern.
Einen unfertigen Prozess zu automatisieren verursacht meist mehr Arbeit, als er einspart.
Deinen Workflow aufbauen
Im Workspace kannst du Module Schritt für Schritt hinzufügen.
Jedes Modul führt eine bestimmte Operation aus.
Zum Beispiel:
CSV importieren
↓
Duplikate entfernen
↓
Spalten umbenennen
↓
Daten sortieren
↓
Ergebnis exportieren
Nach jedem Schritt kannst du die Ausgabe prüfen, bevor du fortfährst.
Dadurch lassen sich komplexere Verarbeitungen leichter verstehen, testen und verbessern.
Vor dem Speichern testen
Nimm dir einige Minuten Zeit, deinen Workflow zu testen, bevor du daraus eine Pipeline machst.
Führe ihn mit unterschiedlichen Datensätzen aus.
Prüfe, ob jedes Modul wie erwartet arbeitet und das Endergebnis deinem Ziel entspricht.
Eine gut getestete Pipeline kann anschließend oft wiederverwendet werden, ohne dass weitere Anpassungen nötig sind.
Deine Pipeline speichern
Wenn du mit deinem Workflow zufrieden bist, speichere ihn.
Wähle einen aussagekräftigen Namen.
Zum Beispiel:
- Partner-CSV bereinigen
- Website-Bilder optimieren
- Monatliche PDF-Berichte
- QR-Codes für Veranstaltungen
Ein verständlicher Name hilft dir, die Pipeline auch Wochen oder Monate später schnell wiederzufinden.
Deine Pipeline wiederverwenden
Hier zeigen Pipelines ihren eigentlichen Wert.
Wenn du dieselbe Verarbeitung erneut benötigst, öffnest du einfach die gespeicherte Pipeline.
Sofort stehen wieder zur Verfügung:
- alle Module;
- alle Konfigurationen;
- die vollständige Ausführungsreihenfolge.
Statt den Workflow neu aufzubauen, stellst du neue Eingabedaten bereit und führst ihn erneut aus.
Häufige Fehler
Neue Nutzer machen häufig dieselben Fehler.
Zu früh speichern
Baue deinen Workflow vollständig auf und validiere ihn, bevor du eine wiederverwendbare Pipeline daraus machst.
Alles automatisieren wollen
Nicht jede Aufgabe benötigt eine eigene Pipeline.
Wenn du eine Operation nur einmal ausführst, ist ein eigenständiges Werkzeug oft die einfachste Lösung.
Unklare Namen wählen
Vermeide Namen wie:
- Test
- Pipeline 1
- Neue Pipeline
Verwende stattdessen Namen, die den Zweck des Workflows klar beschreiben.
Bewährte Vorgehensweisen
Damit deine Pipeline-Bibliothek übersichtlich bleibt:
- erstelle eine Pipeline für ein klar definiertes Ziel;
- teste den Workflow immer vor dem Speichern;
- verwende aussagekräftige Namen;
- lösche veraltete Pipelines;
- verbessere vorhandene Pipelines, statt unnötige Duplikate anzulegen.
Eine gut organisierte Bibliothek wird schnell zu einem der wertvollsten Bestandteile deines Workspace.
Wie geht es weiter?
Nach deiner ersten Pipeline kannst du fortgeschrittenere Möglichkeiten erkunden.
Du kannst:
- denselben Workflow mit unterschiedlichen Dateien verwenden;
- ihn weiterentwickeln, wenn sich deine Anforderungen ändern;
- ihn bei aktivierter Synchronisierung auf mehreren Geräten verfügbar machen;
- eine persönliche Bibliothek wiederverwendbarer Workflows aufbauen.
Mit der Zeit werden Pipelines zu mehr als nur gespeicherten Workflows. Sie werden zu zuverlässigen Bausteinen, mit denen du wiederkehrende Aufgaben automatisierst, bewährte Abläufe erhältst und Bethemesh effizienter nutzt.