Menschen sprechen vom Freitag, dem 28. August 2026, von Kalenderwoche 35 oder von 14:30 Uhr. Software benötigt Darstellungen, die präzise und regelmäßig genug sind, um solche Werte zu speichern, zu vergleichen und auszutauschen.
Zwei Formate begegnen besonders häufig: die ISO-Kalenderwoche und der Unix-Timestamp. Beide beschreiben Zeit, lösen aber unterschiedliche Aufgaben.
Was ist eine ISO-Kalenderwoche?
ISO 8601 definiert eine einheitliche Wochennummerierung. Die Woche beginnt am Montag, endet am Sonntag und trägt eine Nummer von 1 bis 52, manchmal 53.
Das zugehörige ISO-Wochenjahr kann an einigen Tagen rund um Neujahr vom Kalenderjahr abweichen.
Der ISO-Kalenderwochen-Rechner liefert für ein Datum die Kalenderwoche, das ISO-Wochenjahr sowie Montag und Sonntag dieser Woche.
Warum kann das ISO-Jahr vom Kalenderjahr abweichen?
Der 1. Januar gehört immer zum neuen Kalenderjahr, kann aber noch in der letzten ISO-Woche des vorherigen Wochenjahres liegen. Umgekehrt können die letzten Dezembertage bereits zur Woche 1 des folgenden ISO-Jahres gehören.
Eine hilfreiche Merkregel: ISO-Woche 1 ist die Woche, die den ersten Donnerstag des Jahres enthält.
Für Wochenberichte, Sprintnummern, Logistik oder Datenexporte sollten deshalb Kalenderwoche und ISO-Jahr gemeinsam gespeichert werden.
ISO-Kalenderwoche eines Datums bestimmen.
Warum haben manche Jahre eine Kalenderwoche 53?
Ein Kalenderjahr hat 365 Tage, ein Schaltjahr 366. 52 Wochen entsprechen 52 × 7 = 364 Tagen.
Es bleiben also ein oder zwei Tage übrig. Je nach Lage im Kalender besitzen manche ISO-Jahre eine 53. Woche. Ein Jahr endet daher nicht zwingend mit KW 52.
Was ist ein Unix-Timestamp?
Ein Unix-Timestamp stellt Zeit als Zahl seit einem festgelegten Ursprung dar: dem 1. Januar 1970 um 00:00:00 UTC, der Unix-Epoche.
Zahlen lassen sich in Software leicht speichern, sortieren, vergleichen und übertragen.
Der Timestamp-Umrechner wandelt einen Unix-Timestamp in ein lesbares Datum um und umgekehrt.
Sekunden oder Millisekunden
Klassische Unix-Timestamps werden häufig in Sekunden angegeben. Viele Umgebungen, darunter JavaScript, verwenden oft Millisekunden.
Der Faktor beträgt 1.000. Eine Millisekundenangabe besitzt für denselben Zeitpunkt typischerweise drei zusätzliche Ziffern.
Wer die Einheiten verwechselt, erhält ein völlig anderes Datum. Bei APIs, Datenbanken oder Dateien sollte deshalb immer geprüft werden, welche Einheit erwartet wird.