Zu wenig Material kann eine Baustelle stoppen, zu viel Material bindet Geld und bleibt übrig. Eine belastbare Mengenermittlung trennt Geometrie, theoretischen Bedarf, Verschnitt und Bestelleinheiten.
Mit der richtigen Größe beginnen
| Aufgabe | Größe | Beispiele |
|---|---|---|
| Fläche bedecken | Fläche in m² | Putz, Bodenbelag, Pflaster |
| Schicht herstellen | Volumen in m³ | Beton, Estrich, Kies |
| Elemente wiederholen | Stückzahl | Ziegel, Dachziegel, Dielen, Pfosten |
Für ein Rechteck gilt Fläche = Länge × Breite. 6 × 4 m ergeben 24 m². Bei einer Schicht gilt Volumen = Fläche × Dicke. 5 cm auf 24 m² sind 24 × 0,05 = 1,20 m³.
Theorie und Bestellmenge trennen
Bei 100 theoretischen Einheiten und 8% Verschnitt ergibt sich 100 × 1,08 = 108. Der Zuschlag sollte Schnitte, Bruch und die tatsächliche Geometrie abbilden und keine ungenaue Messung kaschieren.
Stückzahlen werden aufgerundet. 438,2 Ziegel bedeuten mindestens 439 Stück, bevor Verpackungseinheiten berücksichtigt werden.
Verpackung entscheidet über die Bestellung
Wer 32,4 m² benötigt und Pakete mit 2,2 m² Deckfläche kauft, rechnet 32,4 ÷ 2,2 = 14,73 und benötigt 15 Pakete.
Herstellerangaben bleiben entscheidend, weil Verbrauch und nutzbare Deckfläche produktspezifisch sind.