Bei einer Betonberechnung sollten geometrisches Volumen, Baustellenreserve und tatsächliche Bestellmenge getrennt bleiben. Der Betonrechner folgt genau diesem Prinzip für Platten, Fundamente, Wände und zylindrische Pfosten.
Zuerst das Rohvolumen
Für eine rechteckige Platte gilt:
Volumen = Länge × Breite × Dicke
Eine Platte von 6 m × 4 m mit 12 cm Dicke ergibt 6 × 4 × 0,12 = 2,88 m³. 12 cm müssen dabei als 0,12 m eingesetzt werden.
Für zylindrische Pfosten gilt π × Radius² × Tiefe, anschließend wird mit der Anzahl multipliziert. Durch die Verwechslung von Durchmesser und Radius entsteht ein sehr großer Fehler.
Eine realistische Reserve hinzufügen
Eine Baustelle entspricht selten einer perfekten Geometrie. Aushub, Untergrund und Einbau können kleine Abweichungen verursachen. Mit 7 % Reserve werden aus 2,88 m³ etwa 3,08 m³.
Erhöhe nicht bereits alle Maße „zur Sicherheit“ und addiere anschließend noch einmal einen Prozentsatz. Verwende reale Maße und weise die Reserve getrennt aus.
Transportbeton, Eigenmischung oder Sackware
Bei Transportbeton ist das Endvolumen die wichtigste Größe. Prüfe Mindestmenge, Rundung, Zufahrt und Lieferbedingungen des Anbieters.
Bei Eigenmischung kann das Volumen in Zement- und Zuschlagmengen umgerechnet werden. Bei 350 kg Zement pro m³ benötigen 3,08 m³ ungefähr 1.078 kg Zement, bevor die konkrete Rezeptur angepasst wird.
Bei Fertigmischung in Säcken ist die Herstellerangabe zum Ergiebigkeitsvolumen entscheidend. Der Rechner rundet auf ganze Säcke.