Rentabilität lässt sich nicht mit einer einzigen Prozentzahl zusammenfassen. Marge, Break-even-Punkt, ROI und EBITDA beantworten unterschiedliche Fragen. Werden sie verwechselt, entstehen leicht falsche Vergleiche.
Ausgangspunkt sollte die konkrete Entscheidung sein: Verkaufspreis festlegen, notwendige Aktivität zur Deckung fixer Kosten bestimmen, eine Investition bewerten oder die operative Leistung beobachten.
Marge: Was bleibt von einem Verkauf?
Die Marge setzt Verkaufserlöse und die zugehörigen Kosten ins Verhältnis. Je nach Kontext werden absolute Marge, Margenquote oder Aufschlag betrachtet.
Der Margen-Rechner hilft, diese Größen auseinanderzuhalten.
Eine positive Produktmarge bedeutet nicht automatisch, dass das gesamte Unternehmen profitabel ist. Fixkosten, Personal, Finanzierung und weitere Aufwendungen müssen ebenfalls gedeckt werden.
Break-even: Wie viel Aktivität ist nötig?
Der Break-even-Punkt schätzt den Umsatz oder die Menge, die erforderlich ist, damit der Deckungsbeitrag die Fixkosten abdeckt.
Der Break-even-Rechner verbindet Fixkosten, variable Kosten und Verkaufsannahmen.
Er beantwortet eine Planungsfrage und ist nicht mit dem ROI gleichzusetzen.
ROI: Welchen Ertrag brachte eine Investition?
Der Return on Investment vergleicht einen Nettogewinn mit den dafür eingesetzten Kosten.
Der ROI-Rechner eignet sich für Projekte, Kampagnen, Anschaffungen oder andere klar abgrenzbare Investitionen.
Ein einfacher ROI berücksichtigt nicht automatisch den Zeitpunkt der Cashflows. Zwei Projekte mit gleichem ROI können sehr unterschiedliche Laufzeiten und Risiken haben.
EBITDA: operative Sicht
EBITDA betrachtet die operative Leistung vor ausgewählten Finanzierungs-, Steuer- und Rechnungslegungseffekten. Die genaue Herleitung hängt vom Rechnungslegungsrahmen und den verfügbaren Daten ab.
Der EBITDA-Rechner strukturiert die vom Tool verwendeten Bestandteile.
Welche Kennzahl beantwortet welche Frage?
| Frage |
Kennzahl |
| Was bleibt im Verhältnis zur Verkaufsökonomie? |
Marge |
| Welche Aktivität deckt die Fixkosten? |
Break-even |
| Welchen Ertrag brachte eine definierte Investition? |
ROI |
| Wie sieht die operative Leistung vor ausgewählten Effekten aus? |
EBITDA |
Kennzahlen gemeinsam nutzen
Ein Unternehmen kann eine positive Produktmarge haben und trotzdem unter dem Break-even liegen. Gute operative Leistung kann gleichzeitig mit einem schwachen ROI eines einzelnen Projekts auftreten.
Die Kennzahlen funktionieren daher am besten als Dashboard ergänzender Fragen, nicht als austauschbare Bewertungen.
Für Vergleiche sollten Definitionen, Kostenkategorien, Zeiträume und Annahmen stabil bleiben.